mein arzt fragte mich heute, ob außer meinen beschwerden in meinem bein alles gut sei. natuerlich antwortete ich: "ja, alles gut."
zuhause habe ich dann ueberlegt, was denn ueberhaupt alles gut ist.
es ist nicht gut, dass meine schwester stress mit ihrem typen hat.
es ist nicht gut, dass mein kleid am bahnhof hochgeflogen ist und ich es die ganze zeit ueber festhalten musste.
es ist nicht gut, dass der typ aus dem zug nicht mehr zug faehrt.
es ist nicht gut, dass der winter immernoch anhaelt.
es ist nicht gut, dass die menschen immer nur nach einem fragen, wie es einem geht, um sagen zu koennen, dass sie es sowieso schlimmer, besser, toller haben.
aber natuerlich antowortete ich: "ja, alles gut." warum sollte ich meinem hausarzt auch sowas erzaehlen, wenn er mich doch bloß nach den "wahren" schmerzen gefragt hat und nicht nach den kleinigkeiten im alltag, die einen belasten.
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